Erfahrungen aus Deutschland
Trends und Eindrücke in der stationären Versorgung in Deutschland seit Einführung von Fallpauschalen:
- Wachsende Transparenz, bessere Qualitätssicherung
- Verbesserte Aufbau- und Ablauforganisation in den Spitälern
- Zunahme von Fusionen und Kooperationen unter den Spitälern
- Spezialisierung steigt
- Verweildauerrückgang
- Zunahme der Kosten pro Behandlungstag
- Zunahme des Schweregrades der stationären Fälle
- Verschiebung der stationären Leistungserbringung in vor- und nachstationäre Bereiche (ambulanter Bereich, Pflege, Reha)
- Abnahme der stationären Auslastung – Zunahme der ambulanten Operationen
- Deutlicher Abbau von Bettenkapazitäten
(Quellen: Krankenhausbarometer der deutschen Krankenhausgesellschaft/Deutsches Krankenhaus Institut/ Prof. Dr. med. Burkhard Göke, Ärztlicher Direktor, Klinikum Universität München)
Kritische Stimmen der Ärzteschaft:
- Patienten werden zwar kürzer pro Aufnahme im Spital behandelt, aber dafür mit mehr Aufenthalten (Stichwort: Drehtür-Effekt)
- Fallpauschalen bieten Anreize, sich auf möglichst „einfache“ oder standardisierte Fälle zu spezialisieren. Die Versorgung komplexerer Fälle wird dadurch eingeschränkt oder auf andere Anbieter verlagert.
- Mehr administrative Tätigkeit, weniger Zeit für Patienten
- Anreize für eher frühzeitige Entlassungen aus dem Spital
(Quelle: Prof. Dr. med. Burkhard Göke, Ärztlicher Direktor, Klinikum Universität München)













