Implantate für die Augen

Augenimplantat soll natürliche Linse nachahmen

Forscher entwickeln ein intelligentes Implantat, das die fehlende Schärfeneinstellung im Nah- und Fernbereich ausgleichen und somit die Verformbarkeit der natürlichen Linse nachahmen soll.

Im Unterschied zu bisherigen Implantaten soll künftig keine Linse, sondern ein mechatronisches System in den Kapselsack des menschlichen Auges eingebaut werden. Das Implantat passt sich an unterschiedliche Bedingungen des Nah- und Fernsehens an. Wie beim jugendlichen Auge soll die Scharfstellung in weniger als einer halben Sekunde erfolgen. Der Einsatz ins Auge geschieht in einer Operation, bei der die Augenlinse herausgenommen und durch das Implantat ersetzt wird. Von aussen wird das Implantat nicht sichtbar sein.

Schonende Technik für das Auge

Bei der Operation des grauen Stars wird die natürliche Linse mit Ultraschall zertrümmert und abgesaugt. Modernste Operationstechnologien ermöglichen eine sehr schonende Entfernung der natürlichen Linse.

Mikro-Chips lassen Blinde wieder sehen

Die weltweit ersten subretinalen elektronischen Netzhautimplantate in Form eines Mikro-Chips ermöglichen erblindeten Patienten wieder eine einfache Form des Sehens. Nach der Platzierung des Chips unter der Netzhaut können Betroffene wieder Gegenstände erkennen und Buchstaben lesen. Besonders die Erfolge bei einem 45-jährigen Finnen werden von Fachleuten als Durchbruch bei der Entwicklung von Seh-Implantaten gewertet: der Mann gilt heute dank des Netzhautimplantates nicht mehr als blind. Das neuartige Implantat verfügt über 1500 Fotozellen, die auf einem drei mal drei Millimeter winzigen Mikro-Chip untergebracht sind. Offenbar wird das Implantat vom Körper gut vertragen, da bisher bei keinem der Patienten ernsthafte Probleme beobachtet wurden.

 
TYPO3 Agentur