Sparen am falschen Ort

Bei Implantaten zu sparen, ist sparen am falschen Ort. Denn das richtige Implantat ermöglicht dem Patienten innert kurzer Zeit wieder eine Rückkehr zu weitgehender Leistungsfähigkeit. Doch es geht nicht nur um die Arbeitskraft, sondern auch um die Lebensqualität, die rasche Erholung und die damit verbundene Rückkehr in den Alltag und das soziale Umfeld.

Das am besten geeignete Implantat – eine Selbstverständlichkeit?

Patientinnen und Patienten sollen jederzeit das für sie am besten geeignete Implantat erhalten. Sie selbst und der operierende Arzt sollen die sogenannte Wahlfreiheit haben. Dies ungeachtet ihrer finanziellen Möglichkeiten, ihrer Herkunft und ihres Alters. Dieser Grundsatz darf aus ethischen Gründen  nicht in Frage gestellt werden: Der Kostenanteil von Implantaten im Gesundheitswesen beträgt gerade mal 1 Prozent! (Quelle: Fasmed)

Einige Beispiele zum hohen Nutzen von Implantaten:

  • Bei einer Rückenoperation mit einem modernen Implantat als Bandscheibenersatz kann der Patient bereits nach wenigen Tagen nach Hause, ohne Halskragen und ohne monatelangen Ausfall am Arbeitsplatz.
  • Minimalinvasiv implantierte Hüftgelenke schonen weitgehend den gesamten muskulären Bewegungsapparat bei gleichzeitig operativ verringertem Blutverlust. Die Aufenthaltsdauer im Spital kann dadurch minimiert werden. Die Rehabilitation bei richtiger Physiotherapie geht deutlich schneller vonstatten als früher.
  • Knieprothesen mit einer höheren Beugefähigkeit, sogenannte „high flex knees“ sind zwar etwas teurer als die Standard Knieprothese; sie ermöglichen es dem Patienten aber durch die erhöhte Beugefähigkeit (> 130°), wieder mehr „normales“ Leben zurück zu gewinnen. So können solche Patienten z.B. wieder der Gartenarbeit oder ihren sportlichen Leidenschaften (z.B. Golf) nachgehen. Dies erhöht massiv die Lebensqualität und ist zugleich auch Prävention gegen neue Erkrankungen.
  • Stents werden heutzutage immer häufiger ambulant implantiert. Der Patient erholt sich vom Eingriff innert weniger Tage. Moderne Stents sind zudem mit Medikamenten beschichtet, was Komplikationen und die damit verbundenen zusätzlichen Operationen – vor allem die erneute Verschliessung des Blutgefässes – verhindert.
  • Moderne Herzschrittmachersysteme sind heutzutage mit telemedizinischen Zusatzfunktionen ausgerüstet. Diese können mit Hilfe einer Übermittlungseinheit Daten über Funktion und Integrität des Gerätes sowie über den Zustand des Herzkreislaufsystems an den behandelnden Kardiologen übermitteln. So können frühzeitig Massnahmen zur Therapieoptimierung und Steigerung der Lebensqualität des Patienten eingeleitet werden.
  • Patienten, die eine oder mehrere künstliche Herzklappen benötigen, musste früher der Brustkorb geöffnet werden. Dies war ein äusserst schwerwiegender medizinischer Eingriff, bei dem der Patient an eine Herz-Lungen-Maschine angeschlossen werden musste. Diese Operation zog eine wochenlange Rehabilitation nach sich. Heute werden, wenn es die Situation erlaubt, künstliche Herzklappen minimalinvasiv angebracht. Das heisst, sie werden mit einem Katheter über eine Punktionsstelle in die Leiste eingeführt und im Herzen implantiert. Die Patienten können zwei Tage nach dem Eingriff wieder nach Hause (Patientengeschichte). Der Eingriff ist schmerzlos.
  • Die Operation des grauen Stars, bei der eine künstliche Augenlinse implantiert wird, zog noch vor zehn Jahren einen Spitalaufenthalt von mehreren Tagen nach sich. Heute wird diese Operation meist ambulant durchgeführt. Der Patient kann nach wenigen Stunden wieder nach Hause. Studien zeigen zudem, dass Patienten, die den grauen Star operieren lassen, weniger sturzgefährdet sind.
 
TYPO3 Agentur