Welche Implantate gibt es?

Implantate gestern und heute

Die Schweiz hat eine lange Tradition in der Erforschung und Entwicklung von Implantaten. Vorreiter wie Martin Allgöwer, Maurice Edmond Müller, René Ruepp, Robert Schneider,Hans Willenegger oder Andreas Grüntzig haben über die Jahrzehnte mit ihrem Pioniergeist und ihrer Kreativität unser Land zu einer der führenden Nationen für Implantate gemacht.

Insbesondere der Bereich Orthopädie ist in der Schweiz fest verankert. Der Uhrmacher- und Feinmechanik-Tradition entstammend, hat dieser Sektor der Medizintechnik Erfolgsstories wie das „Sulzer-Gelenk“ hervorgebracht.

Die Schweiz hat besonders im High Tech-Bereich eine massgebliche Stellung mit hoher Wertschöpfung erreicht. Dies beispielsweise in der Osteosynthese (operative Versorgung von Knochenbrüchen und anderen Knochenverletzungen mit Metallimplantaten), dem Gelenkersatz, der Dentalmedizin sowie in der Hörakustik. Aus Schweizer Produktion stammt etwa ein Viertel aller weltweit implantierten Herzschrittmacher, Defibrillatoren und Neurostimulatoren.

Ferner hat die Textilindustrie sich in der modernen Wundversorgung etabliert, die Nähe zur Chemie- und Pharmaindustrie hat diagnostischen Verfahren sowie Systeme zur Verabreichung von Medikamenten hervorgebracht.

Erste orthopädische Produkte (z.B. Nägel für Frakturen).

Beschreibung der ersten erfolgreichen Anwendung eines externen Herzschrittmachers.

Erste Versuche mit der Katheter-Untersuchung, um das Herz und seine Gefässe darzustellen.

Erste Hüft-Total-Implantation.

Elfenbein und Nickelstahl bewähren sich nicht als Materialien für Hüftprothesen. Der Hüftkopf wird durch Plexiglas ersetzt.

Erste künstliche Intraokularlinse (IO), d.h. Augenlinse wird implantiert.

Erste brauchbare Hüft-Totalendoprothese wird implantiert.

Erster tragbarer Herzschrittmacher, der über eine Batterie mit Strom versorgt wird.

Erste Versuche mit künstlichen Herzklappen.

Entwicklung des Urmodells aller modernen Hüft-Endoprothesen.

Erster implantierbarer Herzschrittmacher wird komplett im Körper eines Patienten eingesetzt. Damals musste noch der Brustkorb geöffnet werden.

Erste Versuche mit peripheren Stents.

Erstmals wird eine Herzklappe eines Schweins in einem Menschen implantiert.

Erstes Implantat aus Metall und Kunststoff, die sogenannte Charnley Hüft-Prothese.

Erste Knieprothese aus Metall und Polyethylen (ein mit Elektronen bestrahlter Spezialkunststoff).

Künstliche Augenlinsen werden erheblich verbessert, Komplikationen verringern sich.

Erste Ballondilatation, heute ein etabliertes Therapieverfahren zur Aufdehnung von verengten Herzkranzgefässen.

Erste Entwürfe für implantierbare Defibrillatoren.

Markteinführung erster biologischer Herzklappen.

Implantation der ersten funktionstüchtigen Bandscheibenprothese an der Lendenwirbelsäule. Ein paar Jahre später folgt eine Prothese für die Halswirbelsäule.

Dank mikroelektronischer Technologie werden Herzschrittmacher kleiner und leichter, Komfort für Patienten verbessert sich markant.

Erstimplantation eines automatischen Defibrillators (ICD) zur Behandlung von lebensgefährlichen Herzrhythmusstörungen.

Verbesserte Versionen von biologischen Herzklappen.

Erste faltbare Linse wird eingesetzt. Die deutlich geringere Schnittlänge verkürzt die OP-Zeiten, führt zu einer schnelleren Wundheilung und schnelleren Wiederherstellung des Sehvermögens.

Entwicklung von Stents zur Behandlung von krankhaften Erweiterungen der Blutgefässe.

Erster Herzschrittmacher, der komplett in die natürliche Regulierung des Systems integriert ist. Danach Erfolge mit Zweikammerstimulation und Dreikammerstimmulation, um das Zusammenspiel aller Herzkammern wieder herzustellen.

Die erste Silikonlinse wird zugelassen.

Mittels Kalziumphosphat-Zement wird die Knochenheilung revolutioniert.

Für Gelenkersatz wird vermehrt Keramik angewendet, da es vom Körper besser vertragen wird.

Stents setzen Medikamente frei. Sie sind mit Wirkstoffen beschichtet, die eine Wiederverengung der Gefässwände verhindern sollen.

Defibrillator wird mit der kardialen Resynchronisation (CRT) kombiniert: Diese Implantate eignen sich besonders für Patienten mit schwerer Herzinsuffizienz. 

Erste Anwendungen der Telekardiologie zur permanenten externen Überwachung der Herztätigkeit mittels eingebauter Antenne im Herzschrittmacher. 

Modernste Operationstechnologien mit Ultraschall bei der Operation des grauen Stars.

Gelenkersatz kann dank modernster Biomaterialien individuell für jeden Patienten modelliert werden.

Wirbelsäulen-Implantate kommen zum Einsatz und bewahren vor lebenslänglicher Behinderung.

Herzschrittmacher sind MRI-tauglich.

Forscher arbeiten an Herzklappen, die mit dem Patienten mitwachsen – insbesondere für Kinder.

Zusammengefaltete künstliche Herzklappen werden per Katheter im Körper platziert. Der Brustkorb muss nicht mehr geöffnet werden.

Einige Neurostimulatoren haben Batterien, welche von aussen wieder aufgeladen werden können.

Augenimplantat soll die natürliche Linse nachahmen, indem es die fehlende Schärfeeinstellung im Nah- und Fernbereich ausgleicht.

 
TYPO3 Agentur