Welche Implantate gibt es?

Implantate für das Herz

Herzimplantate „sprechen“ mit Ihrem Arzt

Herzschrittmacher und ICDs der jüngsten Generation gewährleisten den Patienten zusätzliche Sicherheit: Die Implantate sind mittels Sensortechnik und einer Mini-Antenne permanent mit den Ärzten bzw. Spitälern verbunden und diese können sofort eingreifen, wenn das Implantat meldet, das etwas mit dem Patienten nicht stimmt. Überwacht werden Herz- und Atemfrequenz und der Lungenwiderstand.

Herzschrittmacher werden MRI-tauglich

Die neueste Generation von Herzschrittmachern ist MRI-tauglich. Dies ist ein grosser Fortschritt bei der Abklärung von Krankheiten, denn keine andere Untersuchungsmethode kann beispielsweise Nerven- und Hirngewebe darstellen. Bislang konnten Patienten mit einem Herzschrittmacher nicht im Magnetresonanz-Tomographen untersucht werden, da die einwandfreie Funktion des Implantates aufgrund der starken Magnetfelder und Radiofrequenzwellen bei diesem Untersuch nicht gewährleistet war.

Stents lösen sich auf

Heute bestehen Stents aus Metall-Legierungen. Implantate der neuen Generation sind zusätzlich mit Medikamenten beschichtet, um eine bessere Verträglichkeit zu gewährleisten. In naher Zukunft werden Stents aus resorbierbaren Materialien (Mangnesium oder Polymere) in Kombination mit einer Medikamentbeschichtung hergestellt, die in einigen Monaten nach getaner Arbeit vom Körper absorbiert werden. So muss der Patient nur für einen beschränkten Zeitraum Medikamente zur Verhinderung von Gerinnselbildungen nehmen.

Wachsende Herzklappen

Forscher und Ärzte arbeiten daran, biologische Herzklappen aus Stammzellen der Nabelschnur zu züchten, sodass die Herzklappe mit dem Patienten mit wächst. Dies eröffnet insbesondere Kindern mit angeborenen Herzfehlern völlig neue Behandlungsmöglichkeiten.

Minimal-invasive Techniken

Auch auf diesem Gebiet ist noch mit weiteren Fortschritten zu rechnen. Zusammengefaltete künstliche Herzklappen werden wie Stents per Katheter durch Venen und Arterien im Körper platziert. Der Brustkorb muss nicht mehr geöffnet werden und so ist der Patient innert weniger Tage wieder mobil.

 
TYPO3 Agentur