Woher kommen Implantate?

Es gibt eine eigene Branche, die für die Erforschung, Herstellung und den Vertrieb von Implantaten zuständig ist: Die Medizintechnik, auch MedTech genannt. Diese stellt zusätzlich zu Implantaten noch viele andere medizinische Geräte her:

Vom Pflaster über Verbandsmaterial bis zur Kontaktlinse, von der Gehhilfe über den Rollstuhl bis zum Spitalbett, vom Operationsbesteck über das Röntgengerät bis zum Kernspintomographen. Etwas vereinfacht gesagt: Alles, was nicht Medikamente oder Handgriffe von Ärzten sind, ist Medizintechnik.

Die Schweiz als wichtiger Standort für Forschung und Produktion

Die MedTech hilft heilen. Zudem ist sie für unsere Volkswirtschaft von grosser Bedeutung. Die Branche leistet mit 14.1 Milliarden Schweizer Franken Wertschöpfung einen Beitrag von von 2.2 Prozent zum Bruttoinlandprodukt (BIP). Sie ist damit vergleichbar mit der Pharmaindustrie oder der Energie- und Wasserversorgung.

Unser Land gilt weltweit als wichtiger Standort für die Forschung und Produktion. Die Medizintechnik ist eine stark wachsende Exportindustrie mit hoher Wertschöpfung, hochwertigen Arbeitsplätzen und starken Synergien mit Forschung, Gesundheitsversorgung und anderen Industriezweigen.

Die 2016 veröffentlichte Studie «Die Schweizer Medizintechnikindustrie 2016» liefert dazu breit abgestützte Kennzahlen. Die wichtigsten Fakten auf einen Blick:

  • In der Schweiz sind mit rund 1'350 mit am meisten Medtech-Betriebe pro Kopf angesiedelt.
  • Mit rund 54'500 Beschäftigten hat die Schweiz mit den grössten Anteil an allen Medtech-Beschäftigten in Europa.
  • Die Bruttowertschöpfung von 14.1 Milliarden CHF entspricht 2.2 Prozent des Schweizer BIP.
  • Im Jahr 2015 wurden 539 Patente im Bereich Medtech angemeldet, was einem Zuwachs von 22.2% entspricht im Vergleich zum Vorjahr.
  • Das Exportvolumen der Medtech-Branche beträgt rund CHF 10.6 Mrd., wobei die grössten Exportmärkte die USA mit CHF 2.6 Mrd. und Deutschland mit CHF 2.2 Mrd. sind.
  • Die Schweizer Medtech-Industrie trägt mit CHF 5.6 Mrd. rund 16 % bzw. ein Sechstel zum Schweizer Handelsüberschuss bei.
 
TYPO3 Agentur