Health Valley

Die Romandie beherbergt viele Unternehmen und Forschungszentren im Medizintechnik-Sektor

Forschungsplatz Schweiz

Herzkranke Patienten überleben dank Herzschrittmachern, implantierbaren Defibrillatoren, künstlichen Herzklappen, Stents und Herzkathetern. Noch vor 30-40 Jahren hätten die meisten von ihnen keine Überlebenschancen gehabt.

Patienten mit Gelenk-Problemen können sich dank künstlichen Hüften, Knien, Schultern und neuerdings sogar Wirbelsäulen-Ersatz wieder schmerzfrei und unbehindert bewegen. Für die Generationen vor uns bedeuteten diese Diagnosen noch, für den Rest ihres Lebens Schmerzen zu erleiden und in ihrer Mobilität eingeschränkt oder sogar behindert zu sein.

Der graue Star führt zu starker Sehbehinderung und schliesslich zur Erblindung.
Eine Kunstlinse verhilft dem Patienten wieder zu klarer Sicht. Die erste Implantation erfolgte bereits 1949.

Implantate brachten in wenigen Jahrzehnten riesige Fortschritte bezüglich Lebensdauer und -qualität: Sie retten und erhalten Leben, erhalten Lebensqualität oder stellen sie wieder her. Und dies bei verkraftbarer Belastung für das Gesundheitswesen: Der Anteil von Medizintechnik-Produkten an den Gesundheitskosten beträgt ca. 5 Prozent, derjenige von Implantaten sogar nur 1 Prozent. (Quelle: Fasmed)

Immer näher an die Natur

Die Implantate-Industrie arbeitet kontinuierlich an Produkt- und Prozessverbesserungen sowie an neuen Technologien. Sie will die bestmöglichen Lösungen für die Bedürfnisse der Patientinnen und Patienten finden. Die Natur ist perfektes Vorbild und hervorragender Lehrmeister für die Forschung. Deshalb hat die Forschung bei den Implantaten das Ziel, dem natürlichen Original so nahe wie möglich zu kommen.

Forscher und Entwickler haben in den letzten Jahren gewaltige Fortschritte auf diesem Weg gemacht. Diese Fortschritte waren und sind nur dank stetiger Innovation möglich, verbunden mit hohem Forschungsaufwand.

Die Medtech-Branche ist ausserordentlich innovativ und investiert bis zu 30 % ihres Umsatzes in Forschung und Entwicklung.

Grosser Erfindungsgeist

Viele MedTech-Unternehmen haben eigene Forschungs- und Entwicklungs-Abteilungen in der Schweiz und schaffen so die Grundlage dafür, immer wieder an führender Position zu sein.

In der Medtech-Branche gibt es Sektoren, in denen die dort tätigen Unternehmen mehr als die Hälfte ihres Umsatzes mit Neulancierungen erzielen, die nicht älter als 2 Jahre sind. Die hohe Innovationskadenz erklärt sich durch die Anforderungen von Medizin und Pflege, Prozesse laufend zu optimieren.

Entsprechend viele Produkte werden patentiert: Die Schweiz führt europaweit in der Innovationskraft mit 872.7 Patentanmeldungen pro Millionen Einwohnern und liegt sogar vor den USA und China. Auch in der Medtech-Branche, welche im Vergleich die meisten Patente hervorbringt, spiegelt sich dies wieder. 2015 reichte die Schweiz 539 neue Medtech-Patente ein und steuerte somit 4 % der europaweiten Anmeldungen bei. Seit 2014 ist das ein Zuwachs von 22.2 %.
(Quelle: EPO

 
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