Implantate für den Bewegungsapparat

Generell wird beim künstlichen Gelenkersatz daran geforscht, dem Patienten das natürliche Gefühl für das Gelenk zurückzugeben. Es kommen biokompatible Materialien zum Einsatz, die Implantate werden langlebiger und stabiler und ihre Form und Grösse wird den modernen minimal-invasiven Operationsverfahren angepasst.

Implantate aus dem Backofen

Heute bestehen Implantate für Knochenteile oder Gelenke aus Metallen, Polymeren und Keramik. Ingenieure sind dabei, eine neue Technik zu entwickeln, mit der sie Knochen aus Metallpulver „backen“ können. Der grosse Vorteil dabei: Die Implantate können ganz genau so modelliert werden, wie sie der jeweilige Patient benötigt. Als „Backpulver“ dienen sogenannte Biomaterialien, Legierungen aus Titan oder Stahl.

Hüften und Knie mit Keramik

Es ist gelungen, Keramik mit hoher Bruchfestigkeit zu entwickeln. Dieses Material setzt sich mehr und mehr durch für einzelne Komponenten von Hüft- und Knie-Implantaten, da es vom Körper gut vertragen wird und Lösungen für Allergiker ermöglicht.

Stabilität für gebrochene Wirbel

Früher waren Wirbelkörperfrakturen mit anhaltender Bettlägerigkeit oder Korsettversorgung verbunden. Die Folge waren chronische Schmerzen und eine Verkrümmung der Wirbelsäule. Dank einer neuen minimal-invasiven Operationstechnik sind heute spektakulärere Erfolge möglich: Bei der Ballonkyphoplastie wird durch das Einbringen eines Ballons in den Wirbelkörper der Wirbel wieder aufgerichtet. Der Hohlraum des Ballons wird anschliessend mit Knochenzement aufgefüllt, damit der Wirbelkörper wieder belastbar wird. Die Operation dauert weniger als eine Stunde und der Patient kann nach wenigen Tagen, oftmals schon am Tag der Operation, wieder nach Hause!

 
TYPO3 Agentur