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Woher kommen Implantate?
Es gibt eine eigene Branche, die für die Erforschung, Herstellung und den Vertrieb von Implantaten zuständig ist: Die Medizintechnik, auch MedTech genannt. Diese stellt zusätzlich zu Implantaten noch viele andere medizinische Geräte her:
Vom Pflaster über Verbandsmaterial bis zur Kontaktlinse, von der Gehhilfe über den Rollstuhl bis zum Spitalbett, vom Operationsbesteck über das Röntgengerät bis zum Kernspintomographen. Etwas vereinfacht gesagt: Alles, was nicht Medikamente oder Handgriffe von Ärzten sind, ist Medizintechnik.
Die Schweiz als wichtiger Standort für Forschung und Produktion
Die MedTech hilft heilen. Zudem ist sie für unsere Volkswirtschaft von grosser Bedeutung. Die Branche leistet mit 11.1 Milliarden Schweizer Franken Wertschöpfung einen Beitrag von zwei Prozent zum Bruttoinlandprodukt (BIP). Sie ist damit vergleichbar mit der Pharmaindustrie oder der Energie- und Wasserversorgung.
Unser Land gilt weltweit als wichtiger Standort für die Forschung und Produktion. Die Medizintechnik ist eine stark wachsende Exportindustrie mit hoher Wertschöpfung, hochwertigen Arbeitsplätzen und starken Synergien mit Forschung, Gesundheitsversorgung und anderen Industriezweigen. Die 2010 veröffentlichte Studie „Wirtschaftliche Bedeutung der Medizintechnik in der Schweiz“ liefert dazu breit abgestützte Kennzahlen. Die wichtigsten Fakten auf einen Blick:
- Rund 3’700 MedTech-Unternehmen = Europaweit grösste Dichte pro Kopf
- Über 48'000 Beschäftigte = 10 Prozent der in Europa in der Medtech tätigen Personen
- Die Bruttowertschöpfung von 11.1 Milliarden CHF entspricht 2 Prozent des Schweizer BIP
- Gut 90 Prozent der Umsätze werden durch Export erwirtschaftet = 5 Prozent des Schweizer Warenexportes
- Jährlich über 1'200 Patentanmeldungen im In- und Ausland für medizintechnische Erfindungen


